«Ich habe das Auto meines Vaters mit sieben Jahren aus der Garage gefahren», erzählt er schmunzelnd. Trotz Bedenken seiner Eltern zog er seinen Weg durch. Nach einer Lehre als Schweisser wechselte er zu DDR-Zeiten in den Busbetrieb, der Lohn war damals besser. Die Freude am Fahren ist geblieben: «Das hat mich nie angestrengt. Mir hat das immer Spass bereitet.»
Ein Neuanfang in der Schweiz
Der Weg in die Schweiz kam eher zufällig – ein Kollege brachte ihn während einer herausfordernden Lebensphase überhaupt erst auf die Idee. In der Schweiz begann er nochmals von vorne, lebte zunächst bei einem Kollegen in einer kleinen Wohnung und arbeitete sich Schritt für Schritt ein. «Am Anfang habe ich mich schon gefragt: Wo bin ich hier gelandet?» Auch die Mentalität war ungewohnt. «Ich komme aus der DDR, da hat man zusammengehalten. Hier wirkten die Leute zuerst eher kühl.» Während der Einarbeitung wollte er mehrmals hinschmeissen. Doch er blieb – und ist heute in Dietikon fest verankert.
Mehr als «nur Busfahren»
Im Arbeitsalltag kennt Frank jeden Handgriff: Dienstplan prüfen, Bus kontrollieren, losfahren. Je nach Schicht beginnt sein Tag früh oder dauert bis in den Abend. «Gewisse Fahrgäste kennt man. Manchmal spricht man, manchmal ist man auch froh um Ruhe.» Seine direkte Art fällt auf, doch genau das hilft ihm im Alltag. «Ich nehme Dinge nicht persönlich. Man muss professionell bleiben.»
Trotz anspruchsvoller Situationen überwiegen für ihn die guten Momente: Ein ehrliches Dankeschön, ein Lob für eine angenehme Fahrt oder ein kurzer Austausch mit Stammgästen. «Es kostet nichts, freundlich zu sein – aber man kann jemandem den Tag verschönern.» Gleichzeitig sagt er auch klar: «Viele unterschätzen den Beruf. Manche meinen, Busfahren sei einfach oder sogar unnötig – das ist Quatsch.» Man müsse ständig konzentriert sein und trage viel Verantwortung. «Und übrigens: ich hasse nichts mehr als Unpünktlichkeit!»
Besonders schätzt Frank den internen Zusammenhalt. «Unser Dispo-Team macht einen super Job. Sie sind enorm unterstützend und loyal.» Auch den Standortleiter und den Leiter Bus hebt er hervor: «Die geben alles, auf die kann man sich verlassen.» Für ihn ist genau dieses Miteinander entscheidend: «Bei uns ist es familiär, man ist nicht einfach eine Nummer.»
Seine Balance findet Frank ausserhalb der Arbeit. Meistens geht er rund 20 Minuten zu Fuss zur Schicht – bei jedem Wetter. Er achtet auf seine Ernährung und hat feste Rituale: Nüsse für unterwegs, selbstgemachte Smoothies oder ein Löffel Leinöl am Morgen gehören genauso dazu wie der Wechsel zwischen warmem und kaltem Duschen. «Die Gesundheit ist das Wichtigste», so Frank.
Rückkehr in die Heimat
Eins weiss Frank sicher: Die Zeit in der Schweiz war die richtige Entscheidung. «Ich bin froh um jede Chance, die ich hier bekommen habe.» Diesen Oktober, genau nach 20 Jahren, kehrt Frank nach Deutschland zurück. Wie es für ihn weitergeht, lässt er bewusst offen: «Ich schaue dann, worauf ich Lust habe», sagt er.
💙 Lieber Frank, wir gratulieren Dir von Herzen zu Deinem 20-jährigen Dienstjubiläum! Danke für Deinen täglichen Einsatz, Deine Verlässlichkeit und Deine langjährige Treue. Für Deinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir Dir alles Gute, beste Gesundheit und viel Freude auf Deinem weiteren Weg zurück in der Heimat.
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